Mitglied in einer Burschenschaft zu werden ist mehr, als nur einem Verein beizutreten. Es bedeutet vor allem die freiwillige Verpflichtung, sich für ideelle Ziele einzusetzen, die im Wahlspruch der Deutschen Burschenschaft - Ehre - Freiheit - Vaterland - umrissen werden.

Darüber hinaus ist es gerade in der heutigen Zeit für jeden aufgeschlossenen Studenten bedeutsam, sich neben dem Fachstudium an der Universität auch mit ideellen Wertvorstellungen auseinanderzusetzen und sich eine fächerübergreifende Allgemeinbildung anzueignen. Die Universitäten, die sich zu Massenausbildungsstätten entwickelt haben, bieten hierzu wenig Chancen. In der Gemeinschaft der studierenden Bundesbrüder dagegen ergeben sich vielfältige Möglichkeiten geistiger Anregungen auf allen Ebenen.

Junge und alte Burschenschafter, die sogenannten "Aktiven" und "Alten Herren", bleiben auch nach dem Studienabschluß als "Bundesbrüder" freundschaftlich verbunden. Das führt zu einem ständigen lebendigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen jung und alt, zwischen Fakultäten und Berufen. Der junge Burschenschafter erweitert dadurch fächerübergreifend seinen Horizont und formt seine Persönlichkeit. Das sind Voraussetzungen für die spätere verantwortungsbewußte Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben.